heute will ich Euch mal wieder einige Zeilen schreiben.
Ich bin sehr froh über die positive Resonanz meiner TV Show "Biggest Looser" auf Kabel Eins. Mit Sicherheit habe ich das auch Euch zu verdanken.
Ich hoffe, Ihr habt Spaß bei der Sendung. Ich fand die Dreharbeiten jedenfalls sehr aufregend und was ganz Neues.
Außerdem habe ich neue Menschen kennengelernt. Nette Menschen, die ein großes Problem haben, nämlich Übergewicht. Es war interessant, welche Schicksalsschläge da teilweise dahinterstecken. Das hat mich schon sehr berührt. Auch die Alltagsprobleme, die Menschen mit Übergewicht haben, das wurde mir erst mal richtig bewusst.
Klar, man kann sagen, jeder ist für sich selber verantwortlich und selber schuld was er mit seinem Körper macht, das mag teilweise stimmen, aber eben nicht immer. Zumindest habe ich großen Respekt vor den Kandidaten im Biggest Looser Camp.
Und noch eines kann ich verraten: Wir haben einigen Teilnehmern wirklich zu einem neuen und besseren Leben verholfen. Ob jemand die Show mag oder nicht, das ist sekundär. Aber der Erfolg gibt uns recht. Deshalb wünsch ich Euch auch weiterhin gute Unterhaltung mit Biggest Looser.
Der Kampf am letzten Samstag mit Steffen Kretschmann war leider weniger erfolgreich, ehrlich gesagt, war es eine Katastrophe. Sat 1 wollte so gerne einen jungen deutschen Schwergewichtler fördern und eine Chance für eine tolle Karriere bieten. Doch leider spielte die Psyche von Steffen Kretschmann nicht mit. Der Druck war wohl einfach zu groß.
Natürlich hat man mich in erster Linie engagiert, weil ich im Boxsport sehr bekannt bin. Gerne wollte ich Steffen auch helfen, ein positives Beispiel zu sein was Motivation und Ehrgeiz angeht. Schließlich habe ich so all meine Kämpfe gewonnen.
Also fuhr ich mit Steffen nach St. Petersburg und habe dort mit ihm ein paar Trainingseinheiten gemacht. Wir haben Kondition trainiert. Mentaltrainerin war ich allerdings nicht. Das wurde in der Presse falsch dargestellt. Die zehn Tage, die wir zusammen für SAT 1 gearbeitet haben, waren zu kurz, um Dinge grundlegend zu verändern.
Steffen war für den Kampf sehr gut vorbereitet- allerdings sieht man mal wieder, was der Kopf für eine große Rolle spielt. Selbstzweifel und Angst, das sind Dinge, die einen Boxer auffressen können. Und so war es dann auch.
Ich habe es von Anfang an befürchtet, denn Steffen war zwar fleißig, hatte jedoch nicht diesen grenzenlosen Willen. Der Profisport ist knallhart und ohne Killerinstinkt geht man unter. Traurig aber wahr.
Ich wünsche Steffen alles erdenklich Gute. Er ist ein netter Mensch. Aber für eine Profikarriere hat es leider nicht gereicht.
So, das waren die Geschehnisse der letzten Wochen. Bald werde ich Euch wieder über neue Projekte berichten.